Autor: Christiane

Ich war dabei: 8. Hamburger Osterlauf

Hamburg, 06. April 2026 – Während die Kinder ihren Schokoladeneiern und -hasen hinterherjagten, lief ich meiner Osterhasen-Medaille entgegen. Mein Ziel: 10 Kilometer in 01:14:30. Dazwischen standen nur noch meine Beine, meine Kondition – und mein Wille. Die Vorbereitung Die Vorbereitungen für einen Lauf beginnen meistens schon zwei Tage vorher: Es wird vermehrt auf Carb-Loading und […]

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Muss ja: Februar 2026

Fünf Minuten vor der Zeit ist des Angestellten Pünktlichkeit – ein Spruch aus meiner Lehre, über den ich heute nur noch müde lächle: Ich bin grundsätzlich überpünktlich. Oft sogar mit Kind im Schlepptau. Zeitmanagement at its best und zugleich der Grund, weshalb am Ende des Tages regelmäßig anderes auf der Strecke bleibt. Termindruck habe ich dadurch aber selten. 

Und weil ich es hasse, wenn andere unpünktlich sind, komme ich selbst lieber zu früh als zu spät.

Das hat allerdings zur Folge, dass ich häufig warten muss – im Februar stand ich deswegen öfters in aller herrgottsfrühe auf dem Bahnsteig rum. Viel zu oft habe ich diese Zeit sinnlos vertrödelt und Instagram „durchgespielt“, bis ich irgendwann anfing, ein Buch zu schreiben. Gut, ich hänge noch immer am Handy, aber wenigstens nutze ich mein Hirn aktiv, statt es passiv berieseln zu lassen. Entstanden sind Geschichten über die Erlebnisse einer Katze in Hamburg. Ein Vorlesebuch für die Kleinen.

Denn bei meiner Tochter entwickelt sich neben einer großen Begeisterung für Dinosaurier gerade auch eine ausgeprägte Liebe für Samtpfoten. Also stand ich bei Thalia und suchte nach passendem Vorlesestoff. Das, was dort in den Regalen stand, lag bei uns allerdings längst auf dem Nachttisch, also zog ich murrend wieder ab. „Dann schreib doch selbst eins!“, riet man mir. Hm.

Im Übrigen fallen hier inzwischen häufiger die obligatorischen Sätze: „Ich möchte eine Katze!“ oder „Ich wünsche mir eine Katze zum Geburtstag!“ Daher einer meiner wenigen Erziehungstipps: Wenn das Kind so etwas sagt, ankündigen, man werde einmal prüfen, was das Tierheim aktuell vermittelt. Bisher hatte ich immer Glück. Entweder war die Katze ein Freigänger – was bei uns technisch nicht möglich ist – oder die Katze mag keine Kinder. Ein begründetes Nein, ganz ohne zu lügen!

Zurück zum eigentlichen Thema: Ich hatte relativ schnell acht Geschichten in meine Handynotizen getippt. Aber natürlich waren sie komplett „nackig“ und mussten überarbeitet werden, sowohl in Rechtschreibung und Grammatik als auch in Satzbau und Satzlänge. Für ein Vorlesebuch eignen sich schließlich keine literarisch kunstvoll verschachtelten Sätze, die bei mir meist ohnehin nur entstehen, weil ich so lange tippe, bis ich am Ende nicht mehr weiß, wie der Anfang lautete.

Als ich mir also vornahm, mich mal einen Nachmittag hinzusetzen und die Geschichten in Papyrus oder Word zu übertragen, um mit der Korrektur zu beginnen, lief mein Kopf bereits weiter. Er entwarf Illustrationen, stellte den fertigen Buchsatz zusammen und reichte mir gedanklich schon das gedruckte Exemplar zur Begutachtung, selbstverständlich in makelloser Ausführung.

Ich mag diese ausufernde Vorstellungskraft nicht. Sie erzeugt Druck bei Dingen, die keinerlei Abgabetermin haben. Es wäre zwar wünschenswert, wenn das Buch fertig ist, bevor das Kind beginnt, sich für andere Themen zu interessieren, aber ich hoffe, dass dauert noch einige Jahre.

Und damit nicht genug. Dasselbe geschieht bei den Gedanken an meine Wettbewerbe. In meiner Vorstellung laufe ich gazellenfüßig und federleicht ins Ziel ein. Dass meine bisherigen Zieleinläufe eher einem Pfeifen aus dem letzten Loch oder dem Hieven eines Sacks Reis über die Linie glichen, wird dabei zuverlässig ausgeblendet. 

Diese Gedanken sind kein guter Motivator fürs Training, im Gegenteil. Mitunter vermitteln sie mir eine trügerische Sicherheit. Ich kann es mir vorstellen, also wird es schon so eintreten. Ein fataler Irrtum.

Auch mit meinen Geschichten komme ich nicht weiter! In meinem Kopf sind sie ja schon fertig und meinen Wettbewerb natürlich schon als Altersklassen-Beste gelaufen.

Für diesen Automatismus in meinem Kopf habe ich bislang keinen passenden Mechanismus gefunden, der ihn von Anfang an unterbindet. Also führe ich stille Monologe mit mir selbst, wenn mein Kopf wieder einmal davonstürmt, und verweise ihn auf die To-dos, die zu erledigen sind, bevor aus seinen Entwürfen Realität werden kann. Ganz nebenbei frage ich mich: Ist das eigentlich normal? Es ist kräftezehrend.

Aber muss ja.

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Warum ich wieder bei einer Sprintdistanz starte

Da war ich schnell. Kaum öffnete die Anmeldung für den Suzuki World Triathlon in Hamburg, habe ich mich angemeldet. Ich wollte unbedingt die günstigste Meldestufe erwischen – und natürlich überhaupt erst einmal einen Startplatz haben.

Als aufmerksamer Blogleser weißt du natürlich, dass ich diesen Triathlon letztes Jahr wegen der hohen Meldegebühren ausgeschlossen hatte. Damals dachte ich: „Dann gebe ich so viel Geld für die Meldung aus und starte am Ende gar nicht – wie bei meinen unzähligen Halbmarathon-Anmeldungen!“ Dafür war es mir dann doch zu viel Geld. Stattdessen startete ich beim 13. Elbetriathlon.

Aber 2026 wird es die Sprintdistanz beim Suzuki World Triathlon. Ich kann ja jetzt Triathlon und werde starten – wenn nichts dazwischenkommt!

(Übrigens habe ich dann direkt das Premium-Paket gebucht: Startblockwahl, Medaillengravur und Early Check-out gehören dazu. Wenn schon, denn schon.)

Warum ich den Suzuki World Triathlon gewählt habe

Der Triathlon findet direkt in Hamburg statt. Das ist aus logistischer Sicht für mich – ohne Auto – einfach ideal. Start- und Zielbereich liegen mitten in der Stadt, am Jungfernstieg beziehungsweise am Rathausplatz.

Auch für die Cheering Crew ist der Suzuki World Triathlon ein gutes Event: Bis auf die Radstrecke befinden sich die Strecken ebenfalls im Innenstadtbereich. Auch wenn ich mir ehrlich gesagt Schöneres vorstellen kann, als in der Innenalster zu schwimmen.

Damit wären wir beim zweiten Punkt: Der Triathlon findet im Juli statt. Da sollte es nicht so kalt sein, dass eine Neoprenpflicht besteht. Aus irgendeinem Grund habe ich noch keine Lust, mich mit dem Thema Neopren zu beschäftigen. Deshalb kommen für mich aktuell nur Triathlons infrage, bei denen man sehr wahrscheinlich keinen braucht. Die Anzüge sind schließlich auch nicht gerade günstig.

Warum ich wieder die Sprintdistanz gewählt habe

Die Sprintdistanz besteht aus 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen. Die olympische Distanz – auch Kurzdistanz genannt – umfasst dagegen 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Ja, es ist tatsächlich die dreifache Schwimmstrecke. Warum das so ist, kann auch keiner erklären.

Für mich war das jedoch der ausschlaggebende Punkt, nicht auf der olympischen Distanz zu starten. Und das in Zeiten, in denen man die kurzen Distanzen überspringt und direkt einen Ironman macht.

Zur dreifachen Schwimmstrecke gesellt sich außerdem noch das Zeitlimit, das der Veranstalter setzt. Das bedeutet: Nach dem Startschuss hat man eine bestimmte Zeit, um den Triathlon zu absolvieren. Bei großen Triathlons gibt es sogar für einzelne Disziplinen sogenannte Cut-off-Zeiten. Die olympische Distanz beim Suzuki World Triathlon hat eine Zielzeit von 3:30:00 Stunden.

Addiere ich meine bisherigen Trainingszeiten für die olympische Distanz – ich bin tatsächlich schon einmal 1,5 Kilometer geschwommen und habe dafür 45 Minuten gebraucht –, dann würde ich insgesamt über 3:30:00 Stunden liegen. Und diese Zeiten sind nicht einmal hintereinander entstanden, sondern an unterschiedlichen Tagen. Meine Beine waren also immer frisch und nicht bereits von anderen Disziplinen gebeutelt.

Als mir das klar wurde, war die Entscheidung gefallen: Nein, das ist mir noch zu groß. Ich bleibe erst einmal bei der Sprintdistanz, lerne das Kraulschwimmen, versuche, meine Zeiten zu verbessern, und habe einfach Spaß – ohne großen Zeitdruck. Das Zeitlimit für die Sprintdistanz liegt bei 2:15:00 Stunden, und mein Debüt habe ich mit 1:48:00 Stunden absolviert. Also weit genug entfernt von „Did not finish“.

Aber um den Wettkampfaspekt zu befeuern, möchte ich natürlich schneller sein als beim ersten Triathlon. Eine 1:45:00 auf der Uhr wäre schon ziemlich genial.

(Ich darf nur nicht vergessen, die Garmin auch anzumachen. Das habe ich beim Elbetriathlon nämlich vergessen.)

Zusammenfassung

Mein Triathlon 2026 wird also die Sprintdistanz beim „Suzuki World Triathlon presented by Hamburg Wasser“ sein. Ich möchte mich fordern, aber nicht überfordern, und die Veranstaltung ist für mich – in Hamburg lebend und ohne Auto – sehr gut erreichbar.

Und ja, natürlich denke ich mir bei Werbung für andere Triathlons in der Nähe immer wieder: Das wäre doch auch noch machbar. Aber mal schauen.

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Muss ja: Januar 2026

Der Januar war viel Alltag.

Ich routiniere ein bisschen im Alltagstrott und komme gefühlt nur sehr langsam zu etwas. Dieses ganze „Blogszeugs“ oder der „Internetkram“ bleibt da als Erstes auf der Strecke. Dann folgt schon leider der Sport, der gestrichen wird – zu müde, zu kraftlos oder, was wir im Januar auch hatten: zu angeschlagen, zu krank. Letzteres, also krank sein, war zum Glück gegen Ende des Monats erledigt, spiegelt sich aber deutlich in der Anzahl meiner Trainingseinheiten wider.

Während ich auf die S-Bahn warte – fürs Rad ist es zu glatt – frage ich mich, ob das der Punkt ist, an dem viele Blogs einfach aufhören. Dieses 0-8-15-Leben, das alles langsam auffrisst. Ich vermisse ein paar Blogs schon seit Jahren. Vielleicht weiß ich jetzt, warum. Und ehrlich gesagt: Es ist halt auch nur das Internet. Gesundheit, Energie und Wohlfühlen sind am Ende wichtiger.

Deswegen war ich auch mit meiner Tochter bei IKEA. Viel Geld, viele Bilder und wenige Teelichter später musste das Zeug dann auch irgendwie aus seiner Verpackung an die Wand gebracht werden. Berücksichtigt man dabei das gesellschaftliche Wohl in einem Mehrfamilienkomplex, will man nach 18:00 Uhr einfach nur noch wenig hämmern und bohren, sodass die Zeitfenster recht gering ausfielen, um das alles zu erledigen. Da baut man mit seiner Tochter das Nachttischchen auf, merkt schon, wie das Gähnen häufiger und größer wird – Gottseidank baut die Tochter das schon fast alleine auf -, und liegt kurz nachdem das Teil an der Wand hängt, tief schlummernd daneben im Bett. Es ist 18:00 Uhr.

Das Einrichten wird sich wohl bis in den Februar ziehen. Zwischen IKEA ein- und ausladen lag noch ein Baumarktbesuch. Der kam zuerst an die Wand. Aber das Ergebnis ist mir irgendwie zu dunkel und auch zu fleckig geworden. Ich fürchte, ich muss da nochmal hin.

That’s life, denke ich mir, und sehe im Kalender einfach viel zu wenige Urlaube für zu viele Termine. In dieses Wirrwarr aus verschiedenfarbigen Punkten muss ich dann eben noch mein Training quetschen – das ist mir gerade irgendwie wichtiger, als Blogs zu lesen oder selbst zu bloggen. Ein bisschen schade ist das schon.

Aber muss ja.

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Was ich 2026 geplant habe

Aktuell werde ich auf Instagram von einer Influencer-Geschichte verfolgt. Die Person kann nichts dafür – es ist der Algorithmus (Das rede ich mir ein. Ich folge der Person noch nicht mal!). Aber diese unterschiedlichen Reels von derselben Person, die alle das Gleiche aussagen, gehen mir langsam auf die Nerven.

Die Story ist schnell erzählt: Jemand wollte an einem Laufevent teilnehmen, hat vergessen, sich anzumelden, wollte spontan nachmelden – und zack, keine Startplätze mehr. Tragisch. Und offenbar algorithmisch hochrelevant.

Dieses kleine sportliche Unglück wird mir zuverlässig in die Timeline gespült.

Damit ich dich hier im Blog künftig von genau diesem Leid verschonen kann, habe ich vorgesorgt. Ich bin für eine ganze Reihe von Events bereits angemeldet. Ja. Wirklich. Mit Buchungsbestätigung und bei einigen sogar schon mit Startnummer.

Mein Wettbewerbsjahr beginnt an Ostern. Beim Hamburger Osterlauf möchte ich die 10 Kilometer laufen. Noch immer ein bisschen geflasht von meiner neuen Bestzeit beim Silvesterlauf peile ich die 01:15:00 an. Realistisch betrachtet würde ich mich aber auch einfach freuen, wenn sich die 10 Kilometer leichter aus den Beinen laufen.

Im Juli folgt der Suzuki World Triathlon in der Sprintdistanz. Hier steht ebenfalls eine kleine Verbesserung auf dem Zettel: von 01:48:00 auf 01:45:00. Aber auch hier gilt: Bevor die Uhr schneller wird, darf es gern erstmal kräftetechnisch runder laufen.

Der Oktober gehört dann ganz dem Laufen. Zusammen mit einer Bekannten starte ich beim Köhlbrandbrücken-Lauf. 12 Kilometer, zweimal eine Brücke hoch und wieder runter. Das wird ein Spaß.

Nur eine Woche später wage ich mich an mein Halbmarathon-Debüt in München (Ja, mal wieder). Eine Zielzeit habe ich mir auch hier gesetzt: 02:30:00. Realistisch betrachtet wäre ich aber ebenso zufrieden, einfach innerhalb der offiziellen Zielzeit von 03:30:00 ins Ziel zu kommen. Ich höre jetzt schon die gesamte Cheering Crew, die mit anreist, leise (oder weniger leise) stöhnen, weil sie dann so lange warten muss. Aber wenigstens gibt es genügend Wirtshäuser und Biergärten, um die Laune in der Zwischenzeit oben zu halten.

Überhaupt wird das Jahr nicht nur aus eigenen Starts bestehen. Ich selbst bin auch als Cheering Part beim HASPA Marathon eingeplant – auch das gehört ja bekanntlich zum Sportjahr dazu. Ob noch das ein oder andere Event hinzukommt, wissen wir aktuell nicht. Der Freund ist zumindest noch in einem weiteren Lostopf für einen Startplatz. Dieses Los entscheidet dann, ob ich 2026 beim St. Pauli X-Mass Run starte oder nicht – ich gehe davon aus, dass die beiden Läufe zeitlich ziemlich nah beieinander liegen würden.

Unterm Strich hoffe ich also, dir im Laufe des Jahres mit einigen Wettkampfberichten ordentlich auf den Senkel gehen zu können. Vielleicht traue ich mich bis dahin sogar vor die Kamera. Dann gibt’s das Ganze fünfmal anders verpackt, aber immer mit derselben Geschichte – auf Instagram.

Der Algorithmus wird sich freuen.

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