Schlagwort: Halbmarathon

Was ich geplant habe

Ich hatte da eine Schnapsidee.
Und die kam wie folgt zustande:

In Hamburg war Ironman.
Den haben wir uns natürlich angeschaut.

Während da alle so am Sporteln waren, keimte es wieder auf: Könnte ich das nicht auch schaffen? Es ist schon krass: 3,9 km schwimmen, 180 km Rad fahren und dann noch einen Marathon laufen.

Am nächsten Morgen habe ich mal im Kaffeesatz gelesen. Nein, ich habe die KI befragt, was sie davon hält und ob es realistisch ist, das im Jahr 2030 anzugehen. Chatty meinte: Ja. Dann kann doch nichts mehr schiefgehen!

Unser Plan sieht jetzt wie folgt aus: Ich peile 2030 an. Bis dahin erledige ich einige Zwischenschritte: Olympische Distanz, Mitteldistanz, Halbmarathon und Marathon.

Vielleicht merke ich dabei ja auch, dass mir diese langen Distanzen gar nicht so gefallen und ich bei den kleineren bleibe.

Ja, vor mehr als drei Stunden Laufen habe ich Respekt, vor mehr als 1.000 Metern Schwimmen auch – vor allem müsste das dann im Kraulstil sein, um die Beine nicht komplett zu zerschießen. Radfahren sehe ich dagegen eher weniger als Problem.

Kopf und Körper sind sich also noch nicht ganz einig.
Es ist aber auch kein in Stein gemeißeltes Ziel.

Ich bin da flexibel und kann es auch sein lassen, wenn ich merke, dass es mir nicht guttut. Denn mal ehrlich: Man muss schon verdammt viel dafür trainieren. Und das neben Familie, Job, Haushalt und Co.?

Aber kommen wir zu meiner angepeilten Zielzeit. Ich darf ja nicht unendlich viele Stunden dafür benötigen, da die Straßensperrungen irgendwann auch mal wieder aufgehoben werden wollen.

Summarum sagte ich: „Eine Zielzeit von 15 Stunden beim Ironman wäre cool!“

Chatty meinte, das könnte passen. Er ist der Optimistischere von uns beiden.

Es ist schon ziemlich idiotisch, bei der ersten Langdistanz direkt mit einer Zielzeit um die Ecke zu kommen. Aber ich brauche das irgendwie, um mein Training darauf aufzubauen und mich sicher zu fühlen.

Denn am Ende des Tages hätte ich dann einen Puffer von etwa zwei Stunden, bis der Besenwagen käme. Das finde ich aktuell okay. Ob der Puffer wirklich ausreicht, weiß ich allerdings nicht.

Und damit es nicht zu einfach wird, gibt es beim Ironman auch noch sogenannte Cut-off-Zeiten. Wer zu langsam schwimmt oder auf dem Rad unterwegs ist, wird aus dem Rennen genommen. Für Hamburg bedeutet das grob: 2:20 Stunden fürs Schwimmen und 15:30 Stunden Gesamtzeit (Was aber der Zielzeit von 17 Stunden, von der man überall liest, irgendwie widerspricht…)

Die 2:20 Stunden fürs Schwimmen finde ich für fast vier Kilometer schon ziemlich happig. Aber okay … vielleicht sollte ich die Distanz erst einmal schwimmen, bevor ich darüber urteile.

Ehm ja.

Das sind also die Rahmenbedingungen, um das Unterfangen Ironman zu schaffen und den legendären Spruch „Christiane, you are an Ironman“ zu hören.

Und wie schon erwähnt: Der Kopf fände das einerseits extrem cool. Andererseits sagt er auch: Was sind das bitte für Distanzen und Zeiten? Das schaffen wir doch nie! – Meine Beine sagen aktuell ganz klar: Nope, machen wir nicht mit.

Für mich ist das ein Mammutprojekt, das organisiert und gemanagt werden will.

Der nächste Schritt ist jetzt erst einmal der Halbmarathon und die Olympische Distanz. Außerdem muss ich irgendwie das Kraulschwimmen lernen.

Ich glaube, das wird eine kleine Katastrophe.
Aber bestimmt auch sehr spaßig.

Und nicht vergessen: Immer schön sutsche.

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Was ich 2026 geplant habe

Aktuell werde ich auf Instagram von einer Influencer-Geschichte verfolgt. Die Person kann nichts dafür – es ist der Algorithmus (Das rede ich mir ein. Ich folge der Person noch nicht mal!). Aber diese unterschiedlichen Reels von derselben Person, die alle das Gleiche aussagen, gehen mir langsam auf die Nerven.

Die Story ist schnell erzählt: Jemand wollte an einem Laufevent teilnehmen, hat vergessen, sich anzumelden, wollte spontan nachmelden – und zack, keine Startplätze mehr. Tragisch. Und offenbar algorithmisch hochrelevant.

Dieses kleine sportliche Unglück wird mir zuverlässig in die Timeline gespült.

Damit ich dich hier im Blog künftig von genau diesem Leid verschonen kann, habe ich vorgesorgt. Ich bin für eine ganze Reihe von Events bereits angemeldet. Ja. Wirklich. Mit Buchungsbestätigung und bei einigen sogar schon mit Startnummer.

Mein Wettbewerbsjahr beginnt an Ostern. Beim Hamburger Osterlauf möchte ich die 10 Kilometer laufen. Noch immer ein bisschen geflasht von meiner neuen Bestzeit beim Silvesterlauf peile ich die 01:15:00 an. Realistisch betrachtet würde ich mich aber auch einfach freuen, wenn sich die 10 Kilometer leichter aus den Beinen laufen.

Im Juli folgt der Suzuki World Triathlon in der Sprintdistanz. Hier steht ebenfalls eine kleine Verbesserung auf dem Zettel: von 01:48:00 auf 01:45:00. Aber auch hier gilt: Bevor die Uhr schneller wird, darf es gern erstmal kräftetechnisch runder laufen.

Der Oktober gehört dann ganz dem Laufen. Zusammen mit einer Bekannten starte ich beim Köhlbrandbrücken-Lauf. 12 Kilometer, zweimal eine Brücke hoch und wieder runter. Das wird ein Spaß.

Nur eine Woche später wage ich mich an mein Halbmarathon-Debüt in München (Ja, mal wieder). Eine Zielzeit habe ich mir auch hier gesetzt: 02:30:00. Realistisch betrachtet wäre ich aber ebenso zufrieden, einfach innerhalb der offiziellen Zielzeit von 03:30:00 ins Ziel zu kommen. Ich höre jetzt schon die gesamte Cheering Crew, die mit anreist, leise (oder weniger leise) stöhnen, weil sie dann so lange warten muss. Aber wenigstens gibt es genügend Wirtshäuser und Biergärten, um die Laune in der Zwischenzeit oben zu halten.

Überhaupt wird das Jahr nicht nur aus eigenen Starts bestehen. Ich selbst bin auch als Cheering Part beim HASPA Marathon eingeplant – auch das gehört ja bekanntlich zum Sportjahr dazu. Ob noch das ein oder andere Event hinzukommt, wissen wir aktuell nicht. Der Freund ist zumindest noch in einem weiteren Lostopf für einen Startplatz. Dieses Los entscheidet dann, ob ich 2026 beim St. Pauli X-Mass Run starte oder nicht – ich gehe davon aus, dass die beiden Läufe zeitlich ziemlich nah beieinander liegen würden.

Unterm Strich hoffe ich also, dir im Laufe des Jahres mit einigen Wettkampfberichten ordentlich auf den Senkel gehen zu können. Vielleicht traue ich mich bis dahin sogar vor die Kamera. Dann gibt’s das Ganze fünfmal anders verpackt, aber immer mit derselben Geschichte – auf Instagram.

Der Algorithmus wird sich freuen.

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