„Du klingst, als hättest du einen Frosch geküsst!“, sagte die Arzthelferin mit hörbarem Lachen in der Stimme.
„Eher einen ganzen Gartenteich“, krächzte ich zurück.
Meine Stimme klang, als wäre sie über ein Reibeisen gezogen worden und hätte anschließend zwanzig Stück Kreide gegessen. Und das alles nur, weil ich Sport gemacht habe.
Sport & Gesundheit
Eigentlich war eine normale Trainingswoche geplant. Nur am Dienstag stand meine erste 100-Kilometer-Ausfahrt auf dem Programm.
Die absolvierte ich auch – bei gefühlten 200 Kilometern Gegenwind. Ich habe nur geflucht.
Sportlich ging danach allerdings nichts mehr, weil ich mir eine Erkältung beziehungsweise eine Kehlkopfentzündung eingefangen habe. Immerhin bekam ich von der Arzthelferin ein paar Bonbons.
(Kurze Erklärung: Dort, wo ich aktuell arbeite, gibt es einen Werksarzt. Eigentlich hatte ich nur eine Frage zu Impfungen. Die Lutschtabletten gab es dann gratis dazu.)
Alltag & Ordnung
Am Montag ging es von unserem Wochenend-Trip zurück nach Hause, und danach wurde direkt angepackt.
Wir nutzten die kurzfristige Verfügbarkeit eines Autos und brachten einige Dinge zum Recyclinghof. Der Keller ist jetzt an einer Ecke wieder etwas leerer.
Gefällt mir sehr.
Ich & Kopf
Ich hätte erwartet, nach den 100 Kilometern auf dem Rad wie ein Stein zu schlafen.
Die Realität sah anders aus.
Von Dienstag auf Mittwoch war ich gefühlt alle zwei Stunden wach und kam jedes Mal nur schwer wieder in den Schlaf. Zum Glück blieb das eine Ausnahme. Die restlichen Nächte waren zwar wie gewohnt eher mittelmäßig, aber deutlich erholsamer.
Was mich außerdem beschäftigt: Da gab es eine Sache auf der Arbeit, die ich ziemlich blöd fand und deshalb angesprochen habe.
Weil ich sie gedanklich mit nach Hause genommen habe.
Mein Plan war eigentlich simpel: Problem ansprechen, Problem aus dem Kopf bekommen.
Hat nicht funktioniert.
Die Sache ploppt nun immer noch regelmäßig auf, und ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, warum.
Mensch sein, ey.
Kommende Woche
Kilometer werde ich mit meinen Laufschuhen wohl erstmal keine sammeln. Stattdessen wird der krächzende Hals auskuriert.
Eigentlich wollte ich längst wieder laufen gehen, aber mein Freund meinte nur:
„Mach das nicht. Du siehst doch an mir, was passiert, wenn man viel zu früh wieder anfängt.“
Und leider hat er recht. Er kuriert sich nie richtig aus und fällt anschließend deutlich länger aus.
In Anbetracht dessen, dass nächsten Monat bereits mein Triathlon ansteht, gönne ich mir jetzt erstmal eine kleine Pause.
Vielleicht kommt mir das gerade sogar ganz gelegen. An fünf von sieben Tagen stehen Termine im Kalender und ohne noch Sport in der Woche machen zu müssen, ist das Ganze etwas stressfreier.
Man muss die Dinge schließlich auch mal positiv sehen.

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