Triathlon-Logbuch: Juni 2026

Ich habe Schiss.

In ein paar Tagen stehe ich an der Startlinie meines diesjährigen Triathlons. Und ich fühle mich richtig schlecht vorbereitet.

Statistisch gesehen bin ich das wahrscheinlich auch. Ich war kaum schwimmen, kaum Rad fahren. Nur gelaufen bin ich. Aber durchs Laufen allein finisht man keinen Triathlon.

Jeder normale Mensch würde sich jetzt dahinterklemmen und wie blöde versuchen, den Trainingsrückstand aufzuholen.

Ich aber nicht.

Ich verkrieche mich und lasse sogar Laufeinheiten ausfallen. Passende Ausreden fallen mir auch immer ein: zu müde, Kopfschmerzen, der Hals kratzt, zu wenig Zeit.

Ich gehe inzwischen davon aus, meine angepeilte Zielzeit nicht zu schaffen. Manchmal zweifle ich sogar daran, überhaupt über die Ziellinie zu kommen.

Und jetzt kommt der Twist:

Immer wenn mir dieser Gedanke kommt, winke ich gleichzeitig ab und höre mich sagen: „Ach, papperlapapp. Letztes Jahr hast du es doch auch geschafft.“

Sehr überheblich.
Sehr widersprüchlich.
Und ehrlich gesagt ziemlich verwirrend.

Einerseits bin ich überzeugt, dass ich schlecht vorbereitet bin. Andererseits tue ich so, als wäre das alles überhaupt kein Problem. Ich kann mir diese beiden Gedanken nicht erklären. Sie passen nicht zusammen. Trotzdem sind beide gleichzeitig da.

Panisch werde ich jetzt aber auch nicht.

Die neue Bestzeit verschiebe ich einfach aufs nächste Mal und versuche, aus den verbleibenden Trainingstagen noch das Beste herauszuholen.

Und dann schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt.

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