Sankt Peter-Ording, 31. Dezember 2025 – Wie kann dieses sportliche Jahr besser enden als mit einer weiteren Medaille um den Hals?
Die Vorbereitung
Aaalso: Ich sollte mich wirklich nicht mehr für Wettbewerbe im Dezember anmelden. Ich war im Dezember fünfmal laufen: einmal davon beim St. Pauli Xmass Run, einmal bei einem Zone-2-Lauf, und weil ich mir nach Weihnachten spontan neue Laufschuhe gekauft habe, habe ich die auch noch zweimal geschnürt. Nur um dann am Silvesternachmittag an einem 10-Kilometer-Lauf teilzunehmen. Ich war bestens vorbereitet. Es konnte also nur schiefgehen.
Der Lauf
Es war kalt. Es war etwas windig. Aber es regnete nicht. Das Startfeld wartete bibbernd und fröstelnd auf den Startschuss, und dann schossen wir los. Da ich mich wirklich schlecht vorbereitet fühlte, wollte ich die bewährte Taktik anwenden: langsam starten und mich dann hinter jemanden mit passender Pace klemmen. Meine ersten Pacemaker waren eine Tochter und ihr Vater, aber die ließ ich schnell hinter mir. Ich suchte weiter. Ich suchte immer noch, als es auf den letzten Kilometer meiner ersten Runde ging. Da musste ich aber erstmal eine gute Figur machen: Die Cheering Crew war wieder zahlreich erschienen. Also kleine Kinderhände abklatschen und ab auf den Deich.
Die ersten fünf Kilometer hatte ich geschafft. Es folgte eine lange Gerade. In der Ferne sah ich eine Läuferin, die scheinbar eine entspannte Pace lief. Ich versuchte aufzuschließen, aber die Kilometer verflogen und ich holte sie nicht ein. Während ich so vor mich hinlief, stellte ich fest, dass sich mein Puls eigentlich ganz gut bei etwa 177 bpm einpendelte und meine Pace zwischen 7:20 und 7:50 lag. Das würde eine neue Bestzeit über 10 Kilometer werden, wurde mir klar. Ich fragte mich, ob ich meine nie ausgesprochene Zielzeit von 1:15:00 schaffen würde. Meine Kopfrechnerei ergab: Es würde knapp werden.
Nach 1:17:08 schritt ich über die Ziellinie und durfte meine Medaille entgegennehmen. Für die 1:15:00 hat es nicht gereicht, aber es war eine neue Bestzeit über 10 Kilometer – und unter meiner persönlichen „Alles darüber wäre peinlich“-Zeit von 1:20:00.

Ich war natürlich geschmückt. Dafür gabs viel Lob.
Die Nachbereitung
Kaum hatte ich ein, zwei Becher Wasser geext, merkte ich erst, wie kalt es eigentlich war.
Ein bisschen aushalten musste ich aber noch: Der Schwiegervater war auf den 15 Kilometern gestartet und gerade auf den letzten Kilometer eingebogen.
Dann ging’s erst mal heiß duschen.
Die Fakten
- Distanz: 10 Kilometer
- Zeit: 01:17:08
- Pace: 07:42 min/km
- Platzierung (Geschlecht): 42 von 44
- Platzierung (Altersklasse): 3 von 3

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