Ich habe Schiss.
In ein paar Tagen stehe ich an der Startlinie meines diesjährigen Triathlons. Und ich fühle mich richtig schlecht vorbereitet.
Statistisch gesehen bin ich das wahrscheinlich auch. Ich war kaum schwimmen, kaum Rad fahren. Nur gelaufen bin ich. Aber durchs Laufen allein finisht man keinen Triathlon.
Jeder normale Mensch würde sich jetzt dahinterklemmen und wie blöde versuchen, den Trainingsrückstand aufzuholen.
Ich aber nicht.
Ich verkrieche mich und lasse sogar Laufeinheiten ausfallen. Passende Ausreden fallen mir auch immer ein: zu müde, Kopfschmerzen, der Hals kratzt, zu wenig Zeit.
Ich gehe inzwischen davon aus, meine angepeilte Zielzeit nicht zu schaffen. Manchmal zweifle ich sogar daran, überhaupt über die Ziellinie zu kommen.
Und jetzt kommt der Twist:
Immer wenn mir dieser Gedanke kommt, winke ich gleichzeitig ab und höre mich sagen: „Ach, papperlapapp. Letztes Jahr hast du es doch auch geschafft.“
Sehr überheblich.
Sehr widersprüchlich.
Und ehrlich gesagt ziemlich verwirrend.
Einerseits bin ich überzeugt, dass ich schlecht vorbereitet bin. Andererseits tue ich so, als wäre das alles überhaupt kein Problem. Ich kann mir diese beiden Gedanken nicht erklären. Sie passen nicht zusammen. Trotzdem sind beide gleichzeitig da.
Panisch werde ich jetzt aber auch nicht.
Die neue Bestzeit verschiebe ich einfach aufs nächste Mal und versuche, aus den verbleibenden Trainingstagen noch das Beste herauszuholen.
Und dann schauen wir mal, was am Ende dabei rauskommt.
Vermutlich wirst du dich dennoch am Ende selbst überraschen. Sagt man nicht, dass gerade die paar Tage davor wichtig sein können mit richtiger Regeneration, Ernährung, Wasserzufuhr, Schlaf usw… das kannst du in jedem Fall angehen und schon alleine das kann so viel positive Einfluss nehmen.
Ich meine mich zu erinnern, dass du letztes Jahr vor allem mit dem Rad ganz viel unterwegs warst. Dieses Mal eben das Laufen. Und da warst du wirklich fleissig!!
Ich bin extrem gespannt auf deinen Bericht und meinen Respekt hast du so oder so. Ich würde das nie wagen.
Das schaffst du! Ich weiß, es ist widersprüchlich, doch warum bei Wettkämpfen auch immer mit Bestzeit im Hinterkopf antreten? Durchkommen und genießen sind doch mindestens ebenso schöne Ziele. Vielleicht mag ich Wettkämpfe deshalb auch nicht so sehr. Viel Erfolg und vor allem Spaß auf jeden Fall!