Schlagwort: Frauengesundheit

Muss ja: Juni 2026

Ich dachte, mit fast 40 Jahren wird man zu alt für den Scheiß.

Wenn ich allerdings mein Gesicht im Spiegel betrachte und mit der Hand über meine Schultern fahre, scheine ich gerade erst in der Pubertät angekommen zu sein.

Pickelchen. All over.

Es ist dann auch nicht sonderlich aufbauend, wenn eine etwas ältere Mutti nüchtern meint: „Das ist erst der Anfang.“ Sprach sie und stiefelte mit ihrer Frozen Shoulder davon. Was meint sie nur?

Gut, sei diese Kraterlandschaft im Gesicht mal dahingestellt. Das nächste Problem liegt nur wenige Zentimeter darüber: Ich verliere Haare.

Dass ich überhaupt noch Haare auf dem Kopf habe, wundert mich mittlerweile. Immerhin begegnen sie mir inzwischen fast überall. Ein Problem, mit dem vor allem unser Staubsaugroboter Stuart zu kämpfen hat. Er muss die meisten davon aufsaugen. Allerdings wickeln sich diese widerspenstigen Borsten lieber um seine Bürste, als sich kampflos einsammeln zu lassen. Dementsprechend sitze ich inzwischen regelmäßig vor seiner Station und befreie ihn von meinem genetischen Erbe.

Pickelchen, Haarausfall und nebenbei ächzen und krächzen Gelenke, Sehnen und Wirbel wie bei einer Hundertjährigen.

Fast 40 fühlt sich irgendwie anders an, als ich es mir mit 20 vorgestellt habe.

Ist es dieses Schicksal, das wohl jede Frau irgendwann ereilt: die Wechseljahre?
Eine Bekannte sagte dazu nur, dass das doch noch gar nicht sein könne. Ich sei viel zu jung.

Da hat sie vermutlich recht. Statistisch gesehen habe ich noch ungefähr zehn Jahre Zeit, bis der Spaß richtig losgeht. Es kann allerdings auch sein, dass das hier schon die Ouvertüre ist und ich demnächst im Kühlschrank sitze, weil mir plötzlich zu warm wird. Oder ich habe einfach Eisenmangel und sehe deshalb aus wie ein 13-jähriger Teenager. Das wird derzeit abgeklärt.

Ansonsten denke ich mir manchmal:
„Scheiße, warum bin ich eigentlich eine Frau geworden?“

Habe ich Bock drauf?
Nein.

Aber muss ja.

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