Der Januar war viel Alltag.
Ich routiniere ein bisschen im Alltagstrott und komme gefühlt nur sehr langsam zu etwas. Dieses ganze „Blogszeugs“ oder der „Internetkram“ bleibt da als Erstes auf der Strecke. Dann folgt schon leider der Sport, der gestrichen wird – zu müde, zu kraftlos oder, was wir im Januar auch hatten: zu angeschlagen, zu krank. Letzteres, also krank sein, war zum Glück gegen Ende des Monats erledigt, spiegelt sich aber deutlich in der Anzahl meiner Trainingseinheiten wider.
Während ich auf die S-Bahn warte – fürs Rad ist es zu glatt – frage ich mich, ob das der Punkt ist, an dem viele Blogs einfach aufhören. Dieses 0-8-15-Leben, das alles langsam auffrisst. Ich vermisse ein paar Blogs schon seit Jahren. Vielleicht weiß ich jetzt, warum. Und ehrlich gesagt: Es ist halt auch nur das Internet. Gesundheit, Energie und Wohlfühlen sind am Ende wichtiger.
Deswegen war ich auch mit meiner Tochter bei IKEA. Viel Geld, viele Bilder und wenige Teelichter später musste das Zeug dann auch irgendwie aus seiner Verpackung an die Wand gebracht werden. Berücksichtigt man dabei das gesellschaftliche Wohl in einem Mehrfamilienkomplex, will man nach 18:00 Uhr einfach nur noch wenig hämmern und bohren, sodass die Zeitfenster recht gering ausfielen, um das alles zu erledigen. Da baut man mit seiner Tochter das Nachttischchen auf, merkt schon, wie das Gähnen häufiger und größer wird – Gottseidank baut die Tochter das schon fast alleine auf -, und liegt kurz nachdem das Teil an der Wand hängt, tief schlummernd daneben im Bett. Es ist 18:00 Uhr.
Das Einrichten wird sich wohl bis in den Februar ziehen. Zwischen IKEA ein- und ausladen lag noch ein Baumarktbesuch. Der kam zuerst an die Wand. Aber das Ergebnis ist mir irgendwie zu dunkel und auch zu fleckig geworden. Ich fürchte, ich muss da nochmal hin.
That’s life, denke ich mir, und sehe im Kalender einfach viel zu wenige Urlaube für zu viele Termine. In dieses Wirrwarr aus verschiedenfarbigen Punkten muss ich dann eben noch mein Training quetschen – das ist mir gerade irgendwie wichtiger, als Blogs zu lesen oder selbst zu bloggen. Ein bisschen schade ist das schon.
Aber muss ja.

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