Mittag im Büro: Gulasch mit Dinkel-Vollkorn-Spätzle

Am Ende der Arbeitswoche steht immer eine Frage im Raum: Was mache ich mir nächste Woche für die Arbeit zum Essen?
Mein Vorschlag: Gulasch mit Spätzle.

Gulasch-Zutaten für 4 Portionen

  • 1kg Fleisch
  • 1 Metzger-Zwiebel
  • 3 Paprika
  • 1 Esslöffel Paprika-Edelsüß
  • 1/2 Tube Tomatenmark
  • 1 Tasse Brühe
  • Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch, Chili-Pulver, Zucker

Fleisch: Ich holte mein Fleisch von der Frische-Theke beim Rewe. Ich wählte dort Rindergulasch mager/schier, dadurch ist es weniger durchzogen und braucht kürzer zum gar werden. Zudem ist es schon fertig geschnitten. Für Leute, die gerne selbst schnippeln: Es eignet sich die Oberschale und Schulter für Rindergulasch sehr gut.

Zubereitung

  1. Zwiebel und Paprika klein schneiden. Es sollte nicht zu klein, aber auch nicht zu groß geschnitten werden. Ich schnitt auf Daumendicke.
  2. Fleisch scharf von allen Seiten anbraten, dann die Zwiebeln dazu.
  3. Es folgt die Zugabe des Tomatenmark, Knoblauchs, Chili-Pulvers und Paprika Edelsüß’, welches kurz mit geröstete wird. Zucker dazu.
  4. Mit Rotwein ablöschen. Diesen Vorgang ein paar Mal wiederholen.
  5. Dann mit der Brühe aufgießen und die Hitze reduzieren.
  6. Deckel auf den Topf und 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen.
  7. Wenn das Fleisch weichgekocht ist, die Paprikawürfel zugeben und noch gut 45 Minuten weiter köcheln lassen.
  8. Final mit den Gewürzen abschmecken.

Spätzle-Zutaten für 4 Portionen

  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 2 Eier
  • 130ml Wasser
  • Salz
  • Butter, Muskat, Pfeffer, Salz

Zubereitung

  1. Die flüssigen Zutaten miteinander vermengen.
  2. Das Mehl nach und nach zu geben.
  3. Den Teig mit etwa 5g Salz würzen.
  4. Dann die Masse in kochendes Wasser pressen oder schaben.
  5. Die gekochten Spätzle in einer erhitzten Pfanne anbraten und mit Butter, Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken.

Spätzle schaben: Hier gibt es eine Anleitung dazu (Link führt zu Youtube).

Dass ich die Spätzle schabe, war übrigens nicht geplant. Aber die Masse wollte nicht wirklich gut durch die Presse durchgehen.

Ich empfehle zudem, den Spätzle-Teig gleich/zeitnah zu verarbeiten, denn durch die „Ballaststoffe“ geht der Teig auf und lässt sich schwerer verarbeiten.

Viel Spaß beim Nachkochen!
Ich hoffe, es mundet euch allen.

Cry Baby von Gillian Flynn

Cry Baby ist das Erstlingswerk von Gillian Flynn und erschien beim Fischer Verlag. Dort läuft es unter den Genre Roman, will aber als Thriller gesehen werden. Das Buch hat 330 Seiten und kostet knapp 10 Euro im Taschenbuchformat.

Charakter und Handlung

Das Buch wird aus der Sicht des Hauptcharakters Camille Preaker erzählt, die ihre Kindheit im ländlichen Missouri verbrachte, von ihrer Mutter nicht geliebt wurde, eine Schwester verlor und anfing sich zu ritzen.

Mittlerweile ist sie Reporterin in Chicago und wird dort von ihrem Chef zurück in ihr Heimatstädtchen Wind Cap geschickt, um über zwei ermordete Mädchen zu berichten.

Die zwei toten Mädchen sind aber nur die Spitze des Eisberges. Durch sie wird Camille, eine scheinbar eh schon psychisch instabile Persönlichkeit, in die Abgründe und Geheimnisse ihrer Familie gezogen – und am Ende steht sie dort, wo sie am Anfang des Buches stand: alleine in Chicago.

Bis es aber so weit ist, verläuft sie sich oft in die Bars der Stadt, in die Arme des mit dem Fall betrauten Detektives und in die Kreise die High Society der Stadt. Zu Letzteren hat sie einen guten Draht dank ihres guten Elternhauses.

All die Seiten, die man damit zubringt, über die Bars und Ladies der Stadt informiert zu werden, tragen aber prozentual wenig zur Haupthandlung bei und so kommt erst Fahrt auf, als sich Camille auf einen Drogentrip mit ihrer Stiefschwester Amma begibt. Dass die kleine Stiefschwester, mit ihren 13 Jahren, einen an der Waffel hat, weiß man schon nach der ersten Begegnung der beiden. Ebenso erahnt man, dass Amma eine Schlüsselfigur des Romans seien wird.

Am Ende sind es die letzten hundert Seiten, die das Grauen rund um Amma, ihre Mutter und sich ans Tageslicht bringen.

Schreibstil und Lesefluss

Flynn erschafft auf den 330 Seiten eine beklemmende Stimmung, die auf einer gewissen neutralen Grundstimmung der Handlung basiert. Durch diesen Schreibstil hat man keine Gefühlshochs und -Tiefs, sondern fühlt eine Nüchternheit, die auch noch nach den letzten Seiten kurz nachhallt, wie ein undefinierbarer Nachgeschmack nach einem Essen. Ihr Schreibstil definiert sich darüber die Sätze distanziert und nüchtern wirken zu lassen, wodurch man sie aber schnell erfassen kann. Simple Sätze und Wörter machen den Schreibstil einfach und flüssig für einen.

Meinung und Fazit

Wer schon Gone Girl gelesen hat, der sollte seine Erwartungshaltung an das Erstlingswerk von Flynn zurückschrauben – weit zurückschrauben. Cry Baby ist ein solider Roman, der nicht ganz in das Genre des Thrillers oder Psychothrillers passt. Dafür ist das Buch zu seichte, zu vorhersehbar und es fehlt ihn an der Raffinesse mit einem zu spielen.

Cry Baby ist kein Buch, welches man lesen muss, aber es ist auch kein Buch, welches man nicht nicht lesen muss.

Es ist ein guter Zeitvertreib.
Ein Buch für Zwischendurch

 

Tagebuch: Samstag, 03. Februar 2018 – Beständige Unzufriedenheit

Geklaut von Jenny

Mein Samstag war geprägt von Gedanken, die geleitet von meiner beständigen Unzufriedenheit waren, wodurch meine Entscheidungen stets unbeständig sind. Dieser Zustand macht mich kirre im Kopf.

Vielleicht ist das auch dieser komische Perfektionismus, von dem immer alle reden.

Ich habe am Samstag tapeziert. Ich begann um 07:00 Uhr morgens die Tapete von der Wand zu nehmen, vier Stunden später kam der Tiefengrund drauf, noch mal sechs Stunden später, kam die Tapete an die Wand. Es waren 6,5 Bahnen, die ich neu machte.

Und natürlich machte ich einen Anfängerfehler: Ich kleisterte alle Bahnen auf einmal an, sodass die letzten Bahnen deutlich länger als 15 Minuten weichten. Ich glaube dadurch, verhielten sich die Bahnen dann nicht, wie sich Tapete normalerweise verhält und so sieht man jetzt die Naht: Die Tapete wurde beim Trocknen größer als kleiner und überlappt jetzt.

Das finde ich kacke.
Ich bin unzufrieden.

Wenn man alleine malert, hat man ziemlich viel Zeit zum Nachdenken.

Während ich also Tapete abriss, den Tiefengrund trocknen ließ, hatte ich Zeit über das Bloggen nachzudenken. Über das Bloggen denke ich zurzeit ziemlich viel nach.

Ich brauch einen Blog. Ich mach das jetzt schon viel zu lange, um keinen mehr haben zu könne. Aber ich brauche all das Schi-Schi nicht, was man meint, ein Blog haben zu müssen.

Ich wollte mit Kirby, einem sehr minimalistischen CMS durchstarten, aber kriegte zwei Wochen lang den RSS-Feed nicht zum laufen.

Ohne RSS-Feed?
Ohne mich!

Meine Gedanken gingen also samstags ziemlich hin und her. Sie wechselten sich tatsächlich ab zwischen „Ja zum Blog“ und „Nein zum Blog“. Es kann nicht schaden einen zu haben und es kann nicht schaden keinen zu haben.

Zu einer Entscheidung bin ich nicht gekommen.

Ich habe mit einem Klick aber WordPress wieder installiert, auch wenn die Software zu viel Schi-Schi mitliefert und zu zuviel Schi-Schi verleitet. Aber WordPress liefert Kommentarfunktion und einen Feed mit, ohne Fremdservice und Co.

Aber ein einfaches klassisches Blogdesign suche ich immer noch vergebens. Die meisten sind diese typischen Lifestyleblog-Themes, die zwar gut aussehen, aber viel Schi-Schi einem abverlangen. Darauf habe ich keine Lust. Ich habe auch keine Lust mich selbst hinzusetzen und was zu basteln.

Das finde ich kacke.
Ich bin unzufrieden.

Vielleicht war auch einfach keine gute Zeit zum Tapezieren und Nachdenken. Mein Körper wurde von einer Erkältung heimgesucht. Die, im Übrigen, auch wunderbar zu mir passt: Mir kratzt bisschen der Hals, die Nase läuft etwas, auf den Ohren ist etwas Druck, aber wirklich tatsächlich  flach legen tut diese Erkältung mich nicht. Ich bin also ein bisschen krank mit ein bisschen gesund, weil sich die Erkältung nicht entscheiden kann, auszubrechen oder nicht.

Jammern, dass ich daran sterben werde, wie ein Mann, mache ich trotzdem.

Tipps zu alle den angesprochenen Themen nehme ich dankend an.